Seit einiger Zeit habe ich eine Entzündung, die einfach nicht verschwinden will. Das Medikament schlägt nicht an, ich habe gebetet und für mich beten lassen – nichts! (Inzwischen ist es etwas besser!)
Das ist doch ziemlich frustrierend und ich habe mich dabei ertappt, dass Zweifel hochkamen. Gedanken wie: Bin ich Gott wichtig? Sieht/liebt er mich wirklich? Macht es überhaupt Sinn für irgendetwas zu beten? Andere vielleicht, aber meine Gebete, bzw. für mich werden ja offensichtlich nicht erhört…
Ganz schön krass, oder? Kennst du solche Gedanken auch? Ich muss sagen, ich war schon etwas erschrocken über mich selbst, und als ich so – vor Gott -darüber nachdachte, fiel mir eine Frage ein, die mir ein wildfremder Mann in Italien stellte. Damals stand ich wohl recht hilflos und orientierungslos herum und er fragte mich auf Englisch: „Du weißt, dass du geliebt bist, auch wenn du den Weg nicht weißt?!“ (Ich habe darüber vor einiger Zeit geschrieben). In dem Moment also, als mir diese Begebenheit wieder einfiel, wurde mir klar, dass ich in dieser Frage im Grunde alles einsetzten kann, was mir „zusetzt“, z.B.: „Du weißt, dass du geliebt bist, auch wenn Gott dich nicht heilt? Wenn deine Gebete scheinbar nicht erhört werden? Wenn…“. Setz dort doch mal ein, was dich gerade runterziehen möchte.
Und ja, ich weiß das. Ich hoffe du auch! Eigentlich weiß ich das, aber Danke für die Erinnerung 😉
Dann fiel mir noch eine Frage ein: „Was kann ich aus dieser Situation lernen?“. Sofort musste ich an das Ulmer Münster denken – laut Wikipedia hat es den höchsten Kirchturm der Welt! Wir haben Ende letzten Jahres unsere Kinder dort besucht und hatten eine Wohnung etwas außerhalb von Ulm und mussten somit immer erst nach Ulm fahren. Es war faszinierend, von wo aus man diesen Kirchturm alles schon sehen konnte. Für mich „Orientierungslose“, ein echter Fixpunkt, auch wenn man in der Stadt selbst unterwegs war!
Sollten wir so nicht auch leben, als Kinder Gottes? Immer wieder Jesus, unseren Fixpunkt suchen, uns an Ihm orientieren, an Seinem Wort. Er ist unerschütterlich – immer da, auch wenn wir mal nichts sehen oder hören, weil es vielleicht nebelig ist. Das kann passieren. Und – siehe mein letzter Beitrag – dann trotzdem an Ihm festhalten.
In Psalm 59,10 steht:
Du meine Stärke, auf dich will ich schauen und auf deine Hilfe warten. Ja, Gott ist meine sichere Burg!
Hör doch gerne mal das Lied der Outbreakband: Gott mein Fels – Alles Liebe, Dany
Hier noch ein Segen für dich:
Jesus unser Herr, er segne dich
Er fülle dein Herz immer neu mit Liebe
Er wohnt in dir und wo Er ist, ist Friede
Er strahle durch dich und wo es finster ist, sei du durch Ihn ein Licht
Er stoppe dich, wenn der Weg, den du gehst, nicht der beste ist
Er schenke dir einen Blick aus Seiner Perspektive, den Fokus auf Ihn und Seine Expertise
Er heile dich, wenn du krank oder im Herzen verwundet bist
Er segne dich mit Mut nach vorn zu schauen, und zu vertrauen, wenn du am zweifeln bist
Ja, Amen, unser Herr, Er segne dich