Vor ein paar Tagen, da bekam ich im Gebet einen „Eindruck“, wie es die Pfingstler oft nennen. Du kannst es dir wie eine Art kleinen Film oder Bild vorstellen, die einem „vor dem inneren“ Auge entstehen. Es ist eine Art Visualisierung, die einen bestimmten Inhalt verdeutlichen soll – in gewisser Weise ein „Erklärvideo“ – oder „-bild“ von Gott. Daran ist nichts Komisches, auch wenn es für jemanden, der mit der charismatischen Christenwelt nichts zu tun hat, vielleicht ungewöhnlich klingt. Ich glaube allerdings, dass alle Menschen so etwas in der Art beizeiten haben. Z.B. wenn sie sich vorstellen, wie eine bestimmte Sache in Zukunft „aussehen“ könnte. Also: Es ist etwas sehr Natürliches – nur mit göttlicher Thematik 😉.
Ich sah ein Skelett vor meinen Augen und dessen Lungen, die grüne Flecken aufwiesen. (Das Ganze erinnerte mich an das Bild einer Röntgenaufnahme). Dieses Skelett „lebte“ und die Hände zitterten vor dem Körper. Ergo: Es hatte Angst – Todesangst.
Dann sah ich ein weiteres Skelett. Es trug einen schweren Stein auf dem Rücken und grinste mich süffisant an. Die Last, die es trug, kümmerte es nicht weiter. Ich empfand eine Art „Selbstzufriedenheit“ bei dem Skelett. So nach dem Motto „Ich habe meine Ziele, ich strebe Erfolg an und ich schaffe das gut allein!“.
Zuletzt sah ich ein Skelett, dass sich auf allen Vieren senkrecht vorwärtsbewegte. Das wirkte sehr mühselig, wie jemand, der sich „so durch den Alltag schleppt“.
Dann hörte ich eine Stimme sagen: „Tod, wo ist dein Stachel?!“.
Ich sah eine Person – ganz klar Jesus 😉 – und wie über ihm und irgendwie auch durch ihn durch einige Skelette „hindurchgingen“ und wieder zu Menschen mit Fleisch und Blut wurden. Bei diesen Menschen fühlte ich Frieden, Freude, Gelassenheit und die Wärme des Lichts.
Nun zur Bedeutung des Inhalts.
Dafür zeige ich euch, was in 1.Korinther 15,54b-57 (NLB) steht:
„Der Tod wurde verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
Denn die Sünde ist der Stachel, der zum Tod führt, und das Gesetz verleiht der Sünde ihre Kraft.
Wir danken Gott, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, den Sieg über die Sünde und den Tod gibt!“.
Liebe Leserinnen und Leser, die Sünde ist also der Stachel, der zum Tod führt. Die Sünde ist alles, was uns von einem Leben mit Gott, in seiner Gegenwart, trennt.
Die Beispiele aus dem Eindruck sind hierfür:
- Todesangst – die Angst vor dem leiblichen Tod, Angst vor Krankheit, die evtl. zum Tod führt. Hierbei ist doch ganz klar: Wenn ich mich von der Angst einnehmen lasse, dann ist da kein Platz mehr für den Frieden, den Gott schenken möchte. Die Angst trennt mich also von ihm.
- Selbstzufriedenheit – das Nicht-wahrhaben-wollen, dass alles, was wir können, von Gott gegeben ist; wir der Meinung sind, dass wir keinen Gott brauchen um das, was wir wollen, zu erreichen. Und wenn ich keinen Gott in meinem Leben habe möchte, dann ist es doch nachvollziehbar, dass diese Einstellung von Gott trennt, nicht wahr?!
- Mühsal – das mühselige „Schleppen“ durch den Alltag. Jesus fordert uns an anderer Stelle auf, dass wir mit all unseren Sorgen zu ihm kommen und sie bei ihm lassen sollen; dass er uns Leichtigkeit geben möchte (nach Matthäus 11, 28-20). Wenn ich mich aber nicht zu ihm wende; meine Sorgen bei ihm ablege, sondern mich mühselig von einem Tag zum anderen „ziehe“, vielleicht sogar der Meinung bin, dass das so sein muss, dann trenne ich mich ebenfalls von Gott – denn im Nicht-zuwenden ist gleichzeitig auch das Abgewandt-sein vorhanden.
Doch Jesus fragt: Tod, wo ist dein Stachel?
Er spricht es total gelassen, mit nicht-aggressiver Autorität. Es ist wie eine rhetorische Frage: „Tod, wo ist denn nun dein Stachel? Wo ist dein Sieg?“. (Dazu könnt ihr euch ein Schulterzucken vorstellen 😉).
Jesu Ausspruch ist wie eine Einladung an dich und an mich. Jesus sagt: „Kommt her zu mir. Denn bei mir und durch mich verliert die Sünde ihre Macht!“.
Die Angst muss bei Jesus verschwinden: Denn seine Liebe kann uns einhüllen, uns Frieden schenken, und heilen. Sein Versprechen auf das Ewige Leben kann den Stachel der Todesangst ziehen!
Mit Gott muss ich meine Lasten nicht mehr allein tragen. Bei ihm kann ich meine Sorgen immer wieder ablegen. Bei ihm kann ich Trost finden und eine neue Perspektive.
Alles, was uns zerstören will, muss in seiner herrlichen Gegenwart fliehen.
Gott ist wie ein liebender Vater, auf dessen Schoß ich krabbeln und in dessen Arme ich mich verstecken kann. Ihm kann ich wie ein kleines Mädchen einfach alles ins Ohr flüstern. Ich kann bei ihm hemmungslos weinen und auch wütend sein. Und ich erlaube ihm gleichzeitig, mich zu trösten, mir seine Sicht auf die Dinge zu zeigen und mich ggf. zu korrigieren.
Nimm dieses Bild doch heute gerne mit:

Jesus lädt dich dazu ein, das, was dich von ihm trennt, loszulassen, dich zu ihm zu wenden und durch ihn „hindurchzutreten“.
Bei ihm ist Frieden, Freude, Licht, Hoffnung und Zukunft zu finden.
Schlag diese Einladung nicht aus.
In tiefer Zuneigung
Eure Christine