Ich weiß gar nicht, ob du das noch kennst, aber als ich in der Grundschule war, da waren Poesiealben gerade sehr „in“.
Ich bekam ein gelbes Album mit einem rosa Schmetterling drauf und habe jeder Tante und meinen Eltern, Lehrern und Freundinnen das Buch gegeben. Viele Sprüche waren dort hineingeschrieben, die mich für mein Leben begleiten sollten.
Meine Mathelehrerin schrieb: „Nicht das viele Wissen tut´s, sondern wissen etwas Gutes“.
Gar nicht mal schlecht, oder?
Mein Schwester schrieb: „Ein Nilpferd saß am Meeresstrand und wusch den Hintern sich mit Sand, ach, möge doch dein Herz so rein, wie dieses Nilpferds Hintern sein.“ Dazu malte sie ein großes graues Nilpferd in das Buch. Den Spruch habe ich als Kind gefeiert.

Mein Vater schrieb: „Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.“ In schönster Schrift.
Die drei Sprüche habe ich mir aus der Fülle von anderen gemerkt und weiß sie daher heute noch. Der von meinem Vater begleitet mich tatsächlich, denn ich glaube, da ist eine wirkliche Wahrheit drin verborgen.
Werte und wichtige Grundlagen im Leben sind für jeden Menschen ein wenig anders. Es gibt sehr, sehr viele Ratgeber, wie das Leben gelingt und wie wir glücklich und zufrieden werden, wie wir uns richtig ernähren und welcher Sport uns gesund hält, wie wir unsere Kinder erziehen sollen, wie wir Karriere machen und und und…
Doch was genau wir davon für unser Leben wählen und nach welchen Kriterien wir uns entscheiden, das ist allein unsere eigene Verantwortung. Und jeder Mensch lebt anders.
Für mich ist eine wesentliche Grundlage für ein gelingendes Leben die Bibel und darin als Vorbild das Leben von Jesus. Ich bin fasziniert davon, wie Jesus als Sohn Gottes uns das Leben vorlebt. Ein wirkliches Vorbild. So wie die Bibel sein Leben beschreibt, zeigt uns Jesus mit seinem Leben, wie wichtig es ist, die Balance aus Tun und Ruhen zu halten. Er ist viel unterwegs und immer auch mit vielen Menschen zusammen. Doch er nimmt sich Zeit für Gebet und für Schlaf und für Ruhe und Essen.
Er zeigt mit seinem Leben, wie das geht, mit fremden oder auch kranken Menschen freundlich zugewandt zu reden und zu helfen. In ständiger Verbindung mit seinem Vater erfüllt er selbstlos seinen Auftrag. Er tut konsequent, wozu er berufen ist. Ich glaube zutiefst, dass uns das auch gelingen kann, wenn wir in Verbindung mit unserem Schöpfer sind. Jesus und auch seinem Vater ging es darum, dass wir unser Leben teilen. Dass wir uns bewusst sind: wir leben nicht nur für uns allein.
Wir sind zur Gemeinschaft geschaffen, auch wenn wir alle etwas verschieden leben. Du bist für andere Menschen wichtig und es ist gut, dass es dich gibt. Schauen wir uns um, wo wir freundlich zugewandt ein wenig Freude und Frieden in unsere Umgebung tragen. Ich wünsche dir neue Ideen für Menschen, die in deinem Umfeld durch dich ermutigt und getragen werden. Lernen wir den Spruch meines Vaters zu erfüllen: Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst gelebt zu haben.
Heutzutage gibt es kaum noch solche Poesiealben, glaube ich. Ich habe ein Tagebuch (das 6 Minuten Tagebuch), in dem ich am Ende eines Tages folgende Frage beantworten soll:
Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?
Und manchmal fällt mir abends nix ein, was ich da hineinschreiben kann, weil ich so viel am Start hatte, dass ich an andere gar nicht viel gedacht habe. Das will ich aber lernen, dass ich Gutes tue, wo ich kann. Dass ich so lebe, dass die Menschen in meiner Umgebung ein wenig davon spüren, welches Vorbild ich habe und dass ich ein wenig von Jesu Wesen widerspiegele. Ich lerne noch und freue mich über kleinste Fortschritte.
Ich wünsche dir viele kleine Fortschritte
Astrid
P.S. Das ist das wahre Leben, sagt uns die Bibel in 1. Tim.6,18+19:
Ermutige sie, Gutes zu tun, freigebig zu sein und ihren Besitz mit anderen zu teilen. Wenn ihr Reichtum in solchen Taten besteht,ist das im Hinblick auf ihre Zukunft eine sichere Kapitalanlage, und sie werden das wahre Leben gewinnen.