®

Hurra, Hurra, der Herbst ist da

Der Herbst ist da. Wieso Hurra? 

Was wir vom Herbst alles lernen können:

Wir leben hier in Deutschland im Schlaraffenland. Es gibt Joghurts in unendlich verschiedenen Geschmäckern, Früchte und Lebensmittel in tausenden Varianten und Restaurants und Cafés ohne Ende. Dann haben wir echt gute Straßen, die zwar voll sind, aber in Ordnung. Die meisten von uns können Auto fahren und kommen schnell von A nach B. Es gibt Bildung, Internet, Gemeinschaften und Vereine, denen man sich anschließen kann und überall Regeln, die unser Leben und unsere Lieben schützen.

Ist das für uns schon selbstverständlich geworden? 

Das ist ganz und gar nicht selbstverständlich. In vielen Ländern dieser Welt sieht es vollständig anders aus. Da gibt es viele Menschen, die Lesen und Schreiben nie gelernt haben. Die täglich um ihre Existenz bangen und es durch Regierungen und Umstände sehr schwer haben. 

Ich wundere mich oft über mich selbst, wie ich in Deutschland überhaupt unzufrieden sein kann. 

Haben wir ein Problem mit unserem Überfluss?

Können wir uns noch freuen?

Über den Herbst, über unsere Versorgung, über finanzielle Sicherheit und über die vielen schönen Dinge der Natur?

Wie kommt es, dass wir langsam aber sicher verlernen am Leben Spaß und Freude zu haben?

Im Herbst erkennt die Natur an, dass es mit dem Blühen vorbei ist. Es wird Zeit, sich auf den Winter vorzubereiten. Die Kräfte vom Frühling sind über den Sommer verbraucht, Früchte sind entstanden. Im Herbst ist die Zeit Inne zu halten und Kraft zu sammeln, um den Winter zu überstehen. Die Natur macht das farbenfroh vor. Wir sehen auf einmal nicht nur grüne Blätter, sondern Farben: Rot, Orange, Gelb und alles dazwischen. Die Bäume werfen ihre Blätter ab, damit die Last bei Schnee weniger hoch ist. Nach den ersten Herbststürmen stehen sie ohne Blätter da und wirken wie als wäre das Leben aus ihnen verschwunden. Doch sie leben – aber auf Sparflamme. Sie halten sich am Leben mit einem Minimum an Energie und Kraft. Um dann im Frühling wieder durchzustarten.

Was für ein herausforderndes Bild für uns. Vielleicht geht uns die Freude verloren, weil wir einfach gar nicht mehr „auf Sparflamme“ leben? Wir schöpfen und schöpfen immer aus dem Vollen! Wir gönnen uns keine Pause und stellen uns immer nur auf „volle Blüte“ und „volles Wachstum“ ein. Dabei gibt es im Buch der Bücher, der Bibel, immer wieder Hinweise, wie wichtig die Ruhe ist:

Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; er allein gibt mir Hoffnung

Psalm 62,2

Wer zu dieser Ruhe gefunden hat, wird von seiner ganzen Arbeit ausruhen können, so wie Gott am siebten Schöpfungstag von seinen Werken ruhte.

Hebräer 4,10:

Ich selbst werde dir vorangehen und dich zur Ruhe kommen lassen.

2.Mose 33,14

Soweit die verschiedenen Verse über Ruhe. Ruhe ist ein wenig mit dem Zustand der Bäume im Herbst zur vergleichen. Sie werfen ihre Lasten ab, ihre Blätter. Welche Lasten haben wir? Es gibt kein Leben ohne Last. Da ist eine schwierige Arbeitssituation hier, eine komplizierte Familienkonstellation dort, eine plötzliche Diagnose oder ein Unfall. Viele Dinge, die uns belasten und beschäftigen. Wohin damit? 

All eure Sorge werfet auf IHN, denn ER sorgt für euch.

1. Petrus 5,7

Ich glaube, ich sollte den Herbst dafür nutzen, wieder zurück in diese heilige Ruhe vor Gott zu kommen und das Gebet sprechen, dass er mich gelehrt hat. Das Vater unser. Dieses Gebet hilft mir, so zu beten, wie Jesus es gelehrt hat. Die Nähe Gottes gibt mir Kraft für die dunklere Jahreszeit. Ich darf mich freuen und fröhlich sein, weil ich mich geliebt und nicht allein weiß. Er sorgt gerne für dich und mich. Und dann kann ich mit dem Vers aus dem Philipperbrief den Herbst beginnen: Freuet euch – und abermals sage ich Freuet euch! Phil.4,6

Ich wünsche dir einen richtig guten Start in den Herbst mit wenig Last und viel Freude und den Mut „auf Sparflamme“ zu leben. 

Astrid

Jetzt Teilen!

Consent Management Platform von Real Cookie Banner