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Das Feuer entzünden

Ich bin gekommen, um Feuer auf der Erde zu entzünden, […]“ sagt Jesus in Lukas 12,49.

(Nanu? Das hört sich aber schwer nach Brandstiftung an!)

In den letzten Wochen muss ich viel über mein Leben als Christ nachdenken.

Was habe ich zu geben? Was bewirkt Jesus – der Glaube an ihn – nachhaltig in meinem Leben?

Jahrelang lebte ich ein Christentum als Lifestyle. Geprägt von christlichen Moralvorstellungen, versuchte ich auch meine Handlungsweisen „christlich“ zu gestalten. Dabei war ich mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Wie ihr euch denken könnt, bewahrt eine „christliche Einstellung“ nicht vor Problemen. So stieß ich schon in relativ jungen Jahren an meine persönlichen Grenzen: Kindererziehung, Haushalt, Ausbildung, Beziehungen etc.

Ich schien an vielen Herausforderungen innerlich zu zerbrechen.

Anstatt ehrliches Mitgefühl zu bekommen, erhielt ich von anderen Christen die vermeintliche Lösung für meine Probleme: Weitere Abhakpunkte auf meiner mentalen „Wie werde ich ein erfolgreicher Christ“-Liste, die abgearbeitet werden mussten.

„Lass einfach mal locker!“ „Mach dir nicht immer so viele Gedanken!“ „Bekenne deine Sünden!“ „Vergib ‘anderen Menschen!“

All diese gutgemeinten Tipps und Ratschläge sind im Grunde auch nicht „schlecht“ oder „falsch“.

Die Menschen sahen die Problemstellen in meinem Leben: ein leichter bis mittelschwerer Perfektionismus, eine stark ausgeprägte Emotionalität uvm.. Doch ehrlich gesagt halfen mir ihre Äußerungen nicht weiter. Ohne es besser zu wissen, streuten viele einfach Salz in die Wunde. Sie erkannten die Räder, die nicht rund liefen – sagten es mir, taten aber eigentlich nichts, um mir zu helfen.

Denn ich wusste sehr wohl um die ein oder andere Problemstelle Bescheid, aber wie sollte ich sie beheben?

Wer regelmäßig im Kindergottesdienst gewesen ist, weiß, es gibt eine Antwort, die immer richtig ist: “Jesus!“. Und es stimmt!

Aber ist Jesus nur ein Teil eines Glaubenskonzepts?

Ist Jesus nur eine tolle Person gewesen, die uns eine gute Lebensweise vorlebte, und der es sich lohnt nachzueifern?

Ich glaube wir Christen realisieren oft gar nicht, dass Jesus viel viel mehr gewesen ist als ein „Glaubensvorbild“ oder „Handlungsbeispiel“.

Jesus ist der Ursprung des Lebens und war bei der Erschaffung dieser Welt dabei. Er hat auch dabei zusehen müssen, wie die Menschen anfingen sich gegenseitig auszunutzen, zu betrügen, lieblos zueinander zu sein.

Kommen daher nicht auch die meisten deiner inneren Verletzungen?

Menschen waren lieblos zu mir und ich habe gedacht, ich sei nicht liebenswert.

Menschen haben mich betrogen und ausgenutzt und ich habe gedacht, dass es wohl an mir liegen müsste.

Ich habe mich oft minderwertig gefühlt.

Ich habe andere dafür gehasst, dass sie mich nicht angenommen, sondern abgelehnt haben.

All diese Gedanken und Gefühle waren (und sind es teilweise vielleicht immer noch) meine Problemquellen.

Es lag nie daran, dass ich nicht lockerlassen wollte – ich konnte es nicht.

Es lag nie daran, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen wollte – ich konnte es nicht.

Weil ich Sklavin von so vielen unguten Gedanken und Gefühlen gewesen bin, wurde ich zu so vielen verkrampften und unguten Handlungsweisen getrieben.

Dabei verlief mein Leben immer unter dem Label „Christ“.

Erst, als ich all die „christlichen“ Anforderungen nicht mehr erfüllen konnte, erst als Teile meiner Fassade mehr als nur bröckelten, war ich bereit umzudenken.

Wer ist Jesus? Wer ist Jesus wirklich?

Ich fing an mehr darum zu beten Jesus wirklich kennenzulernen – denn er verspricht „Leben in ganzer Fülle“(Joh.10,10) und genau das wollte ich haben!

Wusstest du, dass er sein Leben für dich gegeben hat, damit du mit Gott zusammen sein kannst, jetzt und für immer?

Wusstest du, dass er dir Geborgenheit und Trost schenken will?

Wusstest du, dass er dich so annimmt wie du bist?

Wusstest du, dass er – das Leben selbst – dein Leben verändern kann?

Meine Sünde/ mein Fehler war es, den Menschen in meiner Umgebung mehr Glauben zu schenken als Gott:

Sie sagten, dass ich etwas nicht könnte, und ich glaubte es.

Gott sagte, dass ich es kann, und ich glaubte es nicht.

Dadurch habe ich mich unbewusst selbst des Lebens beraubt.

Ich lerne Jesus jeden Tag besser kennen und kann nur sagen, dass er absolut vertrauenswürdig ist.

Er zeigt mir nicht nur meine Problemstellen auf, er hilft mir dabei sie zu beheben.

Schritt für Schritt gewinnt er mein Vertrauen – er umwirbt mich und entzündet ein Feuer in mir – ein Feuer der Leidenschaft!

Er sagt mir, dass ich liebenswert bin – er mich liebt und bewies es mir, indem er sein Leben für mich gab!

Er spricht sanft zu meinem Herzen, dass ich wunderschön bin, obwohl meine Haut vernarbt ist. Ich glaube ihm und dadurch wird meine Seele gesund.

Kennst du diese leidenschaftliche, alles verzehrende Liebe Gottes?

Kennst du Jesus?

Weißt du um die Kraft, die er für dich und dein Leben bereithält?

Oder kennst du ihn nicht oder lebst noch ein „Label-Christsein“?

Ich glaube, dass ich erst am Anfang dieser Liebesbeziehung zu Gott stehe, und ich kann es kaum erwarten ihn weiter kennenzulernen und zu erleben, was diese Liebe in mir – und um mich herum – bewirkt.

Lass ein Feuer in dir entzünden!

Deine

Christine

PS: Falls du irgendwelche Fragen hast, Dinge aus dem Beitrag nicht verstehst oder etwas in dir entfacht ist und du weißt nicht wohin damit, dann scheib´ mir/uns gerne. Wir wollen dir so gut wie möglich helfen und dich mit Jesus bekannt machen.

Lukas 11,46: »Ja«, sagte Jesus, »auch euch, die ihr das Gesetz so gut kennt, wird es schlimm ergehen! Denn ihr ladet den Menschen unerfüllbare religiöse Forderungen auf, tut aber nicht das Geringste, um ihnen diese Last zu erleichtern.

Johannes 10,10: „Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“

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