
Selbstbestimmtes Leben, klingt attraktiv und wird auch überall beschrieben.
Und doch – wir Menschen wollen immer irgendwo dazugehören.
Uns andocken.
An eine Ideologie, an eine Religion, an jemanden, der es im Griff hat, das Leben. Wir wollen unseren Weg nicht ganz alleine gehen und schließen uns daher irgendwem an.
Faszinierend für mich, die ich so gar nichts mit Fußball zu tun habe, ist, wie Fußballfans agieren. Nicht die sogenannten „Ultras“, sondern die normalen Fußballfans. Ein Gebiet, das ich durch einen Kollegen kennengelernt habe. Mit T-Shirt und Schal und Cap ausgerüstet geht es mit tausenden Anderen ins Fußballstadion. Es wird gesungen und eine wirkliche Gemeinschaft entsteht dort im Stadion. Alle fiebern einem Sieg entgegen. In einem Heimspiel wird die Mannschaft sozusagen vom gesamten Stadion unterstützt. Wenn ich Fan bin, dann gehöre ich dazu. Ich weiß meine Fussballhymne zu schmettern und ich freu mich mit den anderen über jedes Tor meiner Mannschaft. Ich gewinne oder verliere sozusagen mit – doch auch, wenn es komplett bergab geht mit der Mannschaft – ich bleibe treu und hoffe….
Es gibt auch andere Angebote für Gemeinschaften. Immer besteht ein gemeinsames Interesse oder eine gemeinsame Meinung zu bestimmten Themen. Das kann auch Politik oder Sport oder eben auch Religion sein.
Wir glauben fast alle an einen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Irgendwie ein höheres Wesen, dass über allem steht.
Viele von uns haben die Vorstellung, dass Gott mit erhobenem Zeigefinger im Himmel sitzt und alle Fehler kommentiert und bestraft. Andere wiederum sehen nur den liebenden Gott, der alles vergibt und freundlich unsere Welt in der Hand hält. Doch Religion ist nicht wirklich das, was Jesus gewollt hat. Jesus spricht von sich selbst als die Tür.
Ich bin die Tür.
Johannes 10, 9-10
Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.
Er wird ein- und ausgehen und gute Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen.
Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.
Ein interessanter Text, denn Jesus ist der Schlüssel zum ewigen Leben. ER ist die Tür und nur ER. Wenn wir Jesus folgen, dann lernen wir von ihm. Wir sind sozusagen in seiner Ausbildung und gehören zu ihm. Das Ziel unseres Lebens ist das ewige Leben – ein Leben in Gottes Herrlichkeit. Und das Leben hier bereitet uns darauf vor. Jesus verspricht hier: Ich bin gekommen um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle! Der Start beginnt hier auf Erden, aber die ganze Fülle kommt erst danach. Auch spricht Jesus hier von anderen, die versuchen, die Schafe – uns Menschen also – zu stehlen, oder vielleicht besser gesagt von der Tür Jesus wegzuhalten um zu verhindern, dass das Leben in Fülle erreicht wird.
Wem folgst du?
Ich habe mich vor über 40 Jahren entschieden, Jesus zu folgen – durch diese Tür zur Rettung zu kommen. Und seitdem staune ich, welche Segnungen ich erlebe und wie mein Leben verlaufen ist. Ich staune, dass ich auch durch Schwierigkeiten und Krankheiten von IHM getragen werde. Aber er ist einfach auch bei den ganzen Glücksmomenten dabei. Ich habe Kinder bekommen, sogar Enkelkinder springen manchmal durch unser Wohnzimmer und ich habe in meinem Mann einen wertvollen Partner, der mit mir das Leben teilt. Das sind lauter „gute Weiden“, die ich jetzt schon genießen kann. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich aufmachst und immer wieder neu „ein- und ausgehst und gute Weide findest“, weil du mit dem Sohn Gottes – Jesus – dein Leben gestaltest.
Unserem Gott geht es nicht darum, dich zu bestrafen, er will eine echte Beziehung mit dir schaffen, in dem er sich mit dir unterhält, die Weisungen gibt und eng mit dir verbunden ist. Der Weg und die Tür dahin ist Jesus. Mach dich auf und trau IHM dein Leben an.
Ich wünsche dir viel Mut und Zuversicht für dein Leben mit Gott.
Astrid
P.S.: Du kannst auch weiterhin ein Fußballfan bleiben – Gott hat damit kein Problem. Er freut sich, wenn es dir dabei gut geht und du Freude mit anderen teilst.